Der Doktor nach dem Onkel-Doktor
Pfiffiger Service macht deutsche Beamte glücklich:
1.000 Euro Einsparung pro Jahr sind möglich.
Zwei Millionen Beamte kennen das Problem: Die Arztrechnung flattert ins Haus und der Papierkrieg beginnt. Überregulierte und schlecht abgestimmte Beihilferegelungen verursachen ein juristisches Dickicht, an dem selbst formularerfahrene Beamte verzweifeln können.
Im Wust der Formulare zwischen Krankenversicherungen, Beihilfestellen und Ärzten eine Verkettung von Abwicklungsproblemen, die selbst für Juristen nur schwer zu durchschauen ist.
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Berechtigte Ansprüche werden oft wegen der Undurchschaubarkeit des Paragraphendschungels nicht angemeldet und durchgesetzt. Das finanzielle Nachsehen hat der Staatsdiener, sei es der Polizist, der Feuerwehrmann oder der Lehrer.
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Aus dieser Not eine Tugend gemacht, hat eine Institution in Berlin, die Medirenta. Seit 1984 nehmen Beamte den „Doktor nach dem Onkel Doktor" kontinuierlich in Anspruch. Gerade die Spezialisierung auf die „Hilfe für den Privatpatienten" hat zu einem Know-how geführt, das bundesweit einmalig ist.
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Hunderte von Mandaten, vom jungen Polizeimeister, vom Feuerwehrmann bis zum Oberregierungsrat, profitieren vom Service der Medirenta.
Rund 35 Prozent aller Krankenkosten-Abrechnungen, so die Erfahrung, sind falsch, überhöht oder enthalten gar Formfehler. Dies ist für Laien, auch wenn diese Beamte sind, zunächst nicht ohne weiteres feststellbar. Wer Fehler übersieht, zahlt zu viel, denn er erhält von der Kasse und der Beihilfe weniger zurück als er sollte.
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Alle notwendigen Behördengänge, Einsprüche, Verhandlungen, Korrekturen, Anträge und Gespräche übernimmt die 20-Personenkanzlei in Berlin. Für diese Dienstleistung zahlt ein 30-jähriger Beamter 30 Euro im Monat, womit seine rechtliche Beratung in diesem Spezialbereich pauschal abgegolten ist.
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Hatte sich nicht Altbundeskanzler Schmidt schon 1980 beklagt, er verstünde seine Stromrechnung nicht? Die Problematik bei der Beamten-Krankenversorgung übertrifft dies bei Weitem.




